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Pferde hin - Ochsen her...und das erste Karussell Die Münchner wollten sich auch amüsieren: 1818 wurden das erste Karussell und zwei Schaukeln aufgestellt - ein bescheidenes Angebot an allgemeinen Vergnügungen während der ersten Jahrzehnte. Außerdem gab es endlich Bier-Buden. Doch das Volk wollte mehr: 886 bauten die Wirte zusammen mit den Brauereien die ersten Bierzelte aus Leinen auf - bis heute konnten übrigens die Münchner Brauereien ihr Monopol für den Bierausschank auf dem Oktoberfest bewahren. Des weiteren gab es mehr und mehr Karussells und Schaukeln. Bald wurden auch zünftige Brotzeiten und deftige Münchner Schmankerl feilgeboten und so entstand die Wirtsbudenstraße, die für Leib und Seele bis heute alles bietet, was der Besucher zum Oktoberfest-Glück braucht. 1870 fiel das Oktoberfest wegen des deutsch-französischen Krieges aus. Und auch 1873 gab es nichts zu feiern: In München war die Cholera ausgebrochen. In den Folgejahren aber wurden die Wiesn-Attraktionen immer exotischer. So begann in den 1880er Jahren die Blüte des deutschen Schaustellergewerbes und der Karussellindustrie; dies setzte den Grundstein zur Wiesn, wie wir sie heute kennen: eine breite Palette von Fahrgeschäften, Belustigungen, Schaubuden und vielem mehr begeistert jung und alt. 1879 präsentierten die Veranstalter einen afrikanischen Volksstamm, 1880 gab es - bereits bei elektrischem Licht - eine Wachsfigurengruppe zu bestaunen. 1881 schließlich eröffnete auf dem Fest die größte Hendl-Braterei der Welt. 1892 konnten die Besucher ihr Bier zum ersten Mal aus den berühmten Glasmaßkrügen trinken. |
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